Regierungskommissariat für die Provinz Bozen

AKTUELLES

 

 SITZUNG IM HERZOGSPALAST: PRÜFUNG DER SICHERHEIT IN ZÜGEN

Heute Vormittag hat im Herzogspalast eine Sitzung zur Prüfung der Sicherheit der Eisenbahndienstleister auf Trenitalia-Zügen stattgefunden. Dabei ist man ganz besonders auf die Lage auf Südtirols Bahnstrecken eingegangen.
An diesem wichtigen Treffen unter dem Vorsitz von Regierungskommissärin, Präfektin Elisabetta Margiacchi haben der Leiter des Bahnpolizeibezirks Verona-Trentino-Südtirol und Spitzenvertreter der Polizeikräfte, Trenitalia und R.F.I., sowie Vertreter der Gewerkschaften FILT-CGIL/AGB, FIT-CISL/SGB, UIL/SGK-Trasporti, ORSA und UGL teilgenommen.
Nach umfassender Prüfung der Lage in Südtirol konnte festgestellt werden, dass diese zwar nicht besorgniserregend ist, dass aber das Bahnpersonal, vor allem aufgrund verbaler Angriffe, einem gewissen Risiko ausgesetzt ist.
Im Besonderen verzeichnet man, mit Bezug auf Südtirol, für das Jahr 2015, vier Anzeigen an die Bahnpolizei wegen Vorfällen die sich im Zuge der Fahrkartenkontrollen vorgetragen haben.
Zusammenfassend wurde Folgendes vereinbart:

- Die Präfektin bestätigt die übliche Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte und sichert eine größere Sensibilisierung der Polizeibeamten zu, damit sich diese beim Zugführer und dem Begleitpersonal melden - am besten direkt nach dem Zustieg – als Unterstützung und Handlungshilfe für Reisende und Personal.


- Die Staatspolizei wird auf Anregung der Präfektin, die Bahnpolizei weiterhin und noch intensiver zum Schutz und zur Intervention zur Vorbeugung von Straftaten auf Zügen, Bahnhöfen und ihre Umgebung unterstützen.
- Auf Wunsch der Präfektin, soll in zukünftigen Fachtreffen zwischen Bahnpolizei, Trenitalia und RFI, die Lage auf Strecken, auf denen – laut Meldung des Bahnpersonals - die Gefahr von Übergriffen am höchsten ist, eingehender geprüft werden, damit in Übereinstimmung mit den bestehenden Vereinbarungen auf nationaler Ebene, beispielsweise für eine bestimmte Dauer die Begleitung der Züge durch Personal der Bahnpolizei angefordert werden kann.
- Trenitalia bestätigt, dass derzeit die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit privaten Sicherheitsdiensten geprüft wird, um – wie es bereits in anderen Regionen der Fall ist – auf besonders „kritischen“ Zügen, die Präsenz von Sicherheitspersonal vorzusehen. RFI erwägt zudem die Aufstellung von - insgesamt 75 - Überwachungskameras am Bozner Bahnhof.
Abschließend hat die Präfektin die volle Unterstützung und den intensiven Einsatz aller betroffenen institutionellen Komponenten zugesichert (Regierungskommissariat und Polizeikräfte), um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste und des Bahnpersonals an Bord der Züge noch weiter zu erhöhen.
 
 
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